AVS – auditive Verarbeitungsstörung

Was ist eine AVS?
Die AVS ist eine Störung der Verarbeitung gehörter (=auditiver) Informationen. Es liegt weder eine Störung des Hörorgans (Ohrmuschel, Trommelfell, Mittelohr, Innenohr, Hörnerv), noch eine Intelligenzminderung vor. Die Diagnose wird durch den Pädaudiologen (Facharzt für kindliche Hörstörungen) gestellt.

Was sind mögliche Symptome einer AVS?
Bei Störgeräuschen (z.B. Verkehrslärm, Schulklasse) können Betroffene dem Gegenüber oft nur schwer folgen, da Informationen nicht ausreichend herausgefiltert werden (einzelne Laute, Silben, Wörter). Gesprochenes wird oft nicht oder missverstanden, da einzelne Laute nicht unterschieden werden können.
Mündlich gegebene Aufforderungen und Aufgaben werden schnell vergessen.

Welche Ursachen hat eine AVS?
Die Ursachen einer AVS sind nicht bekannt. Diskutiert werden medizinische Einflüsse wie Hirnreifungsverzögerungen, chronische Mittelohrentzündungen oder genetische Ursachen, sowie Umwelteinflüsse.

Wie sieht die Behandlung einer AVS aus?
Die Behandlung auditiver Verarbeitungsstörungen gliedert sich in 3 Bereiche:

  • Beratung von Eltern und Pädagogen,
  • Modifikation der häuslichen und schulischen Hörumgebung sowie
  • auditives Training

Quelle: www.dbl-ev.de

Komorbiditäten
AVS treten häufig zeitgleich mit anderen Störungsbildern auf (Miller 2011, Kiese-Himmel & Kruse 2006), sodass vielfach angenommen wurde, dass sie die Ursache oder Folge anderer Störungsbilder sind (Ptok et al. 2010).
Hierzu zählen z.B.: Sprachentwicklungsstörungen, Störungen der phonologischen Bewusstheit, Lese-Rechtschreibstörungen, Visuelle Verarbeitungsstörungen, Aufmerksamkeits- (Hyperaktivitäts-)Störungen, Merkfähigkeitsstörungen sowie Kognitive Störungen

Quelle: www.forum-logopaedie.de

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